Fructoseintoleranz


Im Gegensatz zu Lactoseintoleranz sind von der Unfähigkeit Fructose (Fruchtzucker) zu verdauen mehr Europäer betroffen. Dabei heißt es immer, man soll so viel Obst essen.

 

Auch hier gibt es zwei Arten. Die erblich Bedingte und die, durch eine Störung im Dünndarm ausgelöste.

Erblich bedingt bedeutet, dass der Fruchtzucker über die Darmschleimhaut aufgenommen werden kann, dann aber in der Leber nicht richtig verstoffwechselt werden kann.

Anders verhält es sich wenn das Transportsystem, welches die Fructose aus dem Dünndarm aufnehmen soll defekt ist. Gelangt doch etwas in den Körper, kann es hier normal abgebaut werden.

Doch auch bei einem gesunden Menschen geht man davon aus, dass er nicht mehr als 50 g Fruchtzucker täglich aufnehmen kann. Fructose findet sich nicht nur in Obst, sondern auch in Honig, Gemüse und üblicher Haushaltszucker!

 

Bei einer Intoleranz zeigen sich unter anderem Symptome wie:

Übelkeit

Durchfälle

Blähungen

Bauchschmerzen.

 

Es gibt auch noch eine Besonderheit zu erwähnen. Die nicht aufgenommene Fructose bildet im Darm einen Komplex mit der Aminosäure L-Typtophan (die mit der Nahrung aufgenommen wird). Dieses Eiweißmolekül wird gebraucht um Serotonin (Glückshormon) zu bilden. Daher beobachtet man begleitend auch eher eine Neigung zu innerer Unruhe, Kopfschmerzen und depressiven Verstimmungen.

 

Welche Laboruntersuchungen nötig sind und welche Möglichkeiten der "Selbstdiagnostik" es gibt, erfahren Sie hier.

 

Grundsätzlich gilt auch hier das Prinzip der Vermeidung. Das lässt den Darm gesunden und lässt nach einer Zeit vielleicht wieder etwas Fructose zu.