Lactoseintoleranz


Für den Europäer mit Lactoseintoleranz ist es Anfangs meist nicht so einfach sich ein Leben ohne Milchprodukte vorzustellen. Man sollte sich aber vor Augen führen, dass ca. 90 % der Weltbevölkerung physiologischerweise Lactose (Milchzucker) nicht verdauen können und sie daher auch nicht konsumieren. Dann fällt es einem vielleicht nicht mehr so schwer.

 

Die grundsätzliche Defionition lautet, dass durch den Mangel des Enzyms Lactase die Lactose (Milchzucker) nicht abgebaut werden kann.

 

Meist ist die Intoleranz "primär" bedingt. Also wie oben Beschrieben durch den Enzymmangel. Es gibt jedoch auch die "erworbene" Form. Hier liegt kein direkter Enzymmangel vor, sondern eine Störung der Dünndarmschleimhaut (die das Enzym normalerweise freigibt). Hier kann die Toleranzgrenze wieder erhöht werden, sobald die Schleimhaut sich erhohlt hat. Die primäre Form ist unheilbar.

 

Es zeigen sich unter anderem Symptome wie:

Übelkeit

Durchfälle

Blähungen

Bauchschmerzen.

 

Welche Laboruntersuchungen nötig sind und welche Möglichkeiten der "Selbstdiagnostik" es gibt, erfahren Sie hier.

 

Bei der Milchunverträglichkeit, gibt es noch eine andere mögliche Ursache, auf die ich erst später zu sprechen komme. Die Milcheiweißallergie. Sie unterscheidet sich maßgeblich in der Ursache von der Lactoseintoleranz, hat aber unter anderem auch ähnliche Symptome.

 

Vorgehensweise für Betroffene:

Im Allgemeinen hat es sich bewährt auf die meisten Milchprodukte weitestgehend zu vermeiden. Einige berichten, dass Sahne und Butter gut vertragen werden. Ebenso gibt es die Möglichkeit sich Lactase-Tabletten in der Apotheke oder Drogerie zu besorgen und diese im Notfall (z. B. bei einer Einladung) in der entsprechenden Dosierung einzunehmen. Von einem übermäßigen Konsum an Lactose-freien Milchprodukten würde ich abraten.