Honigmassage

Die klassiche Honigmassage blickt auf eine lange Geschichte im russisch-tibetischen Raum zurück. Dort ist sie seit hunderten von Jahren im naturheilkundlichen Rahmen fest verankert.

 

Mittlerweile hat sie sich auch im deutschen Wellness-Bereich angesiedelt, als exotischere Massageform.  

 

Warum mit Honig?

Im Honig sind mehr als 240 Substanzen enthalten wie Aminosäuren, Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Enzyme. Von Natur aus wirkt Honig anti-oxidativ, anti-toxisch, anti-entzündlich und hautpflegend. Entscheidend für die Honigmassage ist jedoch vor allem die Konsistenz des Honigs. Diese ist einmalig im Vergleich zu anderen Massageölen und nötig, um den gewünschten Effekt zu erzielen.

 

Effekt?

Der Honig wird erwärmt und auf den gewünschten Bereich aufgetragen. Mit speziellen Massagegriffen wird er in die Haut eingearbeitet. Anschließend arbeitet man die klebrige Masse wieder heraus. Meist ist die Konsistenz stark verändert in Farbe und Konsistenz gegenüber dem ursprünglichen Honig: Fädenziehend und kaugummiartig.

 

Anwendung in der alternativen Schmerztherapie

Eher zufällig habe ich die Entdeckung gemacht, wie hervorragend sich diese klassiche Behandlungsform mit der Faszientherapie verbinden lässt.

Durch die klebrige Konsistenz arbeitet man Hauptsächlich in den oberen Gewebeschichten. Dort sitzen auch die Faszien und das Bindegewebe.

Durch die Ein- und wieder Ausarbeitung des Honigs, können Stoffe, die sich häufig ansammeln in verklebtem Gewebe ausgeschieden werden.

 

Beweglichkeit und Geschmeidigkeit

Bei den meisten manuellen Therapieformen am Bindegewebe wie beispielsweise Rolfing, Sensomotorische Körpertherapie nach Dr. Pohl, Anwendung der Blackroll oder FDM (Faszien Distorsions Modell) geht es darum Verklebungen und Einschränkungen im Gewebe wieder zu mobilisieren und beweglich zu machen. Denn nur so kann das betroffene Gelenk wieder in einen gesunden Bewegungsradius und -ablauf kommen.

Mit der Beweglichkeit kommt die Synovial(Gelenks-)flüssigkeit wieder und das Gebiet kann wieder optimal versorgt werden mit Vitaminen und Mineralstoffen, mit Sauerstoff und Stoffwechselendprodukte können abtransportiert werden.

 

Mein Fazit

Die Honigmassage nutze ich gerne therapeutisch als effektives Teil-Instrument zur gezielten Gewebsentschlackung und um stark verklebtes Bindegewebe dabei zu unterstützen, wieder freier und beweglicher zu werden. Vom zeitlichen Ablauf in einer Behandlungseinheit setze ich sie eher kurz ein, da es (wie bei anderen Faszientherapien auch) auch ein wenig ziehen oder unangenehm sein kann.