Diabetes und die Folgeerscheinungen

Honigsüßer Durchfluss...

... wie Diabetes mellitus aus dem griechischen übersetzt heißt.

 

Während man Anfang des Jahrhunderts an dieser Erkrankung (Typ 1 Diabetes) noch starb, ist die Medizin glücklicherweise so fortgeschritten, dass dieses Schicksal nicht mehr auftritt.

 

Man unterscheidet hierbei die beiden Erscheinungsformen Diabetes Typ I und Diabetes Typ II. Grundsätzlich treten die Symptome auf, weil entweder zu wenig Insulin produziert wird oder Zellen, die den Zucker mit Hilfe des Insulins aufnehmen sollen, dies nicht mehr ordnungsgemäß tun.

 

Der Typ I Diabetes tritt häufig bereits im Kindesalter auf und gehört zu den Autoimmunerkrankungen.

Oft tritt diese Erkrankung in Erscheinung, nachdem ein traumatisches Erlebnis oder eine Infektion stattgefunden hat.

 

In meinem Artikel soll es allerdings um die Form des Diabetes Typ II gehen. Früher war diese Art nur bei älteren Menschen verbreitet und nennt sich daher auch "Altersdiabetes".

Wenn ich nun also im weiteren Text von "Diabetes" schreibe, geht es nur um den Typ 2. Erschreckenderweise gibt es diese Form mittlerweile sogar bereits im Kindesalter.

Diabetes Abnehmen Gesundheit Heilpraktiker Feldkirchen München Ost

Diagnose Diabetes und nun?

Heute fällt bei der Diagnose Diabetes niemand mehr vom Stuhl. Alles easy. Ein bisschen weniger Süßkram und zur Not gibt es Medikamente wie Metformin oder Insulin. Blöd ist bloß, dass häufig die Erfahrung zeigt, dass die Betroffenen ganz normal weiter essen oder zumindest nach einer gewissen Zeit wieder in ihren gewohnten Rhythmus zurückfallen.

Aber wenn´s doch so gut schmeckt

Was ist überhaupt Zucker? Und worin ist Zucker enthalten?

 

Es gibt den klassisch bekannten Haushaltszucker, dieser wird in Glucose umgewandelt. Genauso wie alle anderen Arten von Kohlenhydraten mehr oder weniger in Glucose umgewandelt werden.

  • Zucker
  • Obst
  • Gemüse
  • Getreide
  • Kartoffeln
  • Milchzucker

Eine Sonderrolle nehmen Eiweißprodukte wie Fleisch, Fisch und Eier ein.

Diese enthalten zwar selbst keine Kohlenhydrate, wird aber pro Mahlzeit zuviel davon gegessen, wandelt der Körper einen Teil ebenfalls in Glucose um.

 

Wer nun Kohlenhydrate in seinen Gewohnheiten reduzieren möchte oder soll, fragt total berechtigt: Was soll ich denn dann noch Essen?

Dann kann man ja auf Süßstoff umsteigen...

Wer sich grundsätzlich entwöhnt hat vom Zucker und dem süßen Geschmack, kann aus meiner Sicht gerne ab und zu zu Alternativen wie Birkenzucker oder Erythrit oder Stevia greifen.

Meist ist es jedoch leider so, dass keine Entwöhnung stattfindet und direkt zu Alternativen gegriffen wird. Coca cola - Cola light - Coke zero - Cola stevia (oder wie auch immer die heißt).

Und hinterher wundert man sich, warum man doch nicht abnimmt, die Essens-Gelüste nicht nachlassen und der Blutzucker trotzdem nicht besser wird.

 

Der Fehler liegt im System!

Leider sieht auch die offizielle Ernährungsempfehlung der DGE für Diabetiker ca. 50 % Kohlenhydrate in der Ernährung vor. Die Empfehlung lautet, weniger Weißbrot, mehr Vollkornbrot. Oh und Fett darf man ja auch nicht essen wegen dem Cholesterin.

 

Die Lösung lautet: Echtes Essen

Wer das Experiment wagt und sich überlegt was "Echtes Essen" eigentlich ist, kann feststellen, so einfach ist das ja gar nicht.

Kein fertiges Tiefkühlgericht Mittags in die Mikrowelle schieben. Keinen Erbseneintopf aus der Dose. Keine Soße mit Hilfe einer Tüte fix- und fertig anrühren. Und auch kein Pudding als Nachtisch aus dem Kühlregal. Das könnte Schritt 1 sein.

Anschließend geht es darum die größten Kohlenhydratquellen in der Nahrung zu identifizieren und zu eliminieren bzw. stark einzuschränken.

Wir erinnern uns: Der Diabetiker hat sein größtes Problem mit den Kohlenhydraten.

 

Den Horizont erweitern

Wer sich nun einfach nur versucht das Essen der Kohlenhydraten in größen Mengen abzugewöhnen scheitert häufig. Warum?

Weil Glücksstoffe in Kohlenhydraten enthalten sind, weil es gesellschaftliche Gewohnheit ist, weil DIE Sättigungsbeilage fehlt und weil, vor allem in getreidehaltigen Produkten (natürlicherweise) opioid-ähnliche Stoffe enthalten sind, welche die Symptome des "Zucker-Entzugs" unter Umständen erklären können.

 

Wer sich moderne und gut produzierte Studien zum Thema Fett und Fleisch ansieht (Quellen siehe unten), kann erfahren, dass es um die Art der Fette geht und dass Fleisch (auch rotes) unbedenklich ist. Wichtig ist immer der Verarbeitungsgrad und die Art der Fettsäure: Ja! Butter ist gesund und vor allem bei Cholesterinproblemen unbedenklich. Die Schwierigkeiten werden eher über die Glucose im Blut ausgelöst.

 

Die Lösung könnte also lauten: Moderat bis mehr Fett zu essen, moderat bis mehr Eiweiß zu essen und moderat bis weniger Kohlenhydrate zu essen.

 

Fett und Eiweiß machen satt und glücklich! Nun noch eine geringe Menge an Kohlenhydraten aus Gemüse hinzufügen - fertig.  Also nicht zu viel Angst haben. Einen Versuch kann man ja wagen. Sie haben nichts zu verlieren und können nur gewinnen.

 

Ketogen / Low Carb - Healthy Fat / Paleo

Täglich kursieren durch das Internet viele viele Erfolgsgeschichten mit dieser Art der Ernährungsform.

Mag es zuerst noch unglaublich klingen, kann ich aus eigener Erfahrung (nein, ich habe kein Problem mit Diabetes) nur sagen, dass es sich toll anfühlt.

Wenn Essen satt macht und befriedigt. Wenn man mehr Energie hat als die meisten Kohlenhydrat-Junkies ;) Und wenn dann auch noch der Blutzuckerspiegel sinkt...

 

Kann man nicht mehr tun, außer die Ernährung anpassen?

Doch! Viel sogar! Oftmals ist es so, dass die Ernährung zwar umgestellt wird, die sichtbaren Erfolge aber trotzdem auf sich warten lassen.

Man muss wissen, dass Kohlenhydrate und Zucker für den Menschen wichtig sind, jedoch sicher niemand die Befürchtung haben muss, unterversorgt zu sein oder werden (außer dem Typ 1 Diabetiker, um diesen geht es hier allerdings nicht). Zucker ist für den Körper nicht essentiell, also lebensnotwendig. Ganz anders sieht es da bei verschiedenen Aminosäuren (Eiweissen) aus.

Wer nun bedenkt, dass Zucker bei längerfristig hohem Konsum toxisch wirken kann, kann sich überlegen, woher die diabetischen Spätfolgen wie schlecht heilende Wunden, Fettleber, Entzündungen, erhöhte Neigung zu Schmerzen, verschlechterte Durchblutung (...) kommen können.

 

Daher macht es manchmal Sinn, nicht nur den Zucker in der Nahrung zu senken, sondern auch andere tolle Möglichkeiten zu nutzen um die Situation ohne Medikamente zu verbessern.

Ein außergewöhnliches Antioxidants ist die sogenannte "Alpha-Lipon-Säure". Sie kann oral eingenommen werden und ist in der Lage senkend auf den Blutzuckerspiegel einzuwirken. Außerdem recycelt sie andere Antioxidantien wie Vitamin C und Vitamin E. Die antioxidative Wirkung ist nötig um beispielsweise Gefäßschäden in Schach zu halten. Für eine erweiterte, verstärkte Wirkung kann auch eine effektive Kur in höherer Dosierung mit Infusionen mit Alpha-Lipon-Säure zum Einsatz kommen.

 

Gibt es bereits Anzeichen für eine verschlechterte Durchblutung (auch Impotenz kann hier ein Thema sein), verschlechterte Wundheilung, verschlechterung des Gedächtnisses und nicht die Kraft um sich zu Sport oder Bewegung aufzuraffen, dann kann es sinnvoll sein, über eine Behandlung mit "Ozon-Sauerstoff" nachzudenken.

Wie fange ich an?

Die aus Schweden stammende Ernährungsform ist im Internet sehr gut beschrieben. Entweder man wagt einen Selbstversuch (und ist sich vorher auch klar, dass die Anfangsphase recht schwierig sein kann) oder Sie lassen sich beraten und begleitend unterstützen.

 

Man muss nicht immer das Rad neu erfinden und in die gleichen Fallen, wie alle anderen Tappen.


 

Like auf Facebook


 

Ganz herzlich lade ich Sie ein, tiefer in das Thema bei einem meiner regelmäßigen Vorträge einzusteigen oder mich kostenfrei und völlig unverbindlich kennenzulernen.


Quellen:


  • Volk, Brittanie M., et al. "Effects of step-wise increases in dietary carbohydrate on circulating saturated fatty acids and palmitoleic acid in adults with metabolic syndrome." PloS one 9.11 (2014): e113605.
    S. Volek et al. "
  • Gonder, Ulrike, and Nicolai Worm. "Re: Meat, fish, and colorectal cancer risk: The European prospective investigation into cancer and nutrition." Journal of the National Cancer Institute 97.23 (2005): 1788-1788.
  • Zaręba, Konrad, et al. "Problem of the insulin resistance in surgery." Polish Journal of Surgery 83.5 (2011): 287-291.